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12.10.2017 08:00 Alter: 5 days

Die Igel-Auffangstation


Wir, die 2c-Klasse, fuhren Ende September 2017 mit unserer Biologielehrerin Frau Prof. Veronika Lattner vom Gymnasium Schillerstraße mit dem Bus zum Bahnhof und von dort mit dem Schnellzug nach Bludenz. Von Bludenz ging es dann wiederum mit dem Bus weiter nach Nüziders. Nach einem kleinen Stückchen zu Fuß kamen wir dann bei Frau Anneliese Dalpez, der „Igelfrau“, an.

Schon bei der Eingangstür sahen wir, dass sich bei Frau Dalpez alles um Igel dreht, da uns ein riesiger Igel aus Holz vor der Haustür begrüßte. Wir klingelten und die Tür wurde uns von einer älteren, kleineren und ganz unscheinbaren Frau, die aber nur so von Energie strotzte, geöffnet. Sie führte uns gleich in den Garten zu einem Tisch, auf dem ein Krug mit Saft und eine Schüssel mit Keksen standen. Tolle Begrüßung!

Etwas später holte sie dann einen Korb, der mit Stroh und einer Decke befüllt war. Zuerst wussten wir nicht, was darin war, bis eine kleine Schnauze herausschaute. Frau Dalpez entfernte die Decke und es schauten fünf ganz kleine, süße Igelbabys heraus, die noch nicht einmal harte Stacheln hatten. Man konnte sie streicheln, ohne dass es piekste.

Dann holte die „Igelfrau“ zwei noch kleinere Igelbabys aus einem Korb hervor. Diese beiden erhielten noch Igelmilch aus einer Flasche mit Schnuller. In jedem Korb gab es Wärmepads, damit die Kleinen nicht frieren mussten.

Anschließend erklärte uns Frau Dalpez alles Wichtige über die Igel. Sie erzählte auch, dass sie zu ihrer besten Zeit 150 Igel betreut hatte und dass das Futter und die Einstreu viel Geld kostet – ist ja wohl klar. Genau aus diesem Grund hatten wir im Vorfeld schon Spenden gesammelt: das mitgebrachte Katzenfutter, die verschiedenen Nüsse und auch etwas Geld freuten sie wirklich tierisch und es machte meine Klassenkameraden und mich sehr glücklich, dass wir etwas zur Igelstation beitragen konnten.

Bevor wir nach Hause fuhren, durften wir noch hinunter in den Keller (in dem es zwar sehr stark nach Katzenfutter gestunken hatte, aber trotzdem sehr interessant war). Der Keller beherbergte die ausgewachsenen Igel. Ein Igel muss etwa 750 g wiegen, damit er mit seinen Reserven den Winter überstehen kann.

In einem Teil des Gartens hatte Frau Dalpez etliche Igelhäuser, die von kranken und auch schon sehr alten Igeln bewohnt wurden. Am häufigsten leiden Igel unter Lungenwürmern und anderen Parasiten wie Zecken und Flöhen. Hier bei Frau Dalpez werden die Igel wieder gesund gepflegt.

Bevor wir wieder unseren Heimweg antraten, durften wir noch die Schildkröten und Kaninchen anschauen, welche ebenfalls von Frau Dalpez betreut und versorgt werden.

Es war ein sehr schöner und interessanter Ausflug, bei dem wir auch lernten, dass man für seine Haustiere Verantwortung trägt, sich um alle Tiere kümmern sollte und wie man sich für Wildtiere, wie Igel, einsetzen kann.

Leander Bereuter, 2c

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