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13.10.2021 20:22 Alter: 50 days

Was tun mit „schönem Geld“?


Wahlpflichtfach Kulturmanagement besucht „tOmi“ Scheiderbauer im Kreissaal.

Der in Vorarlberg geborene und in Italien lebende Künstler und Kurator „tOmi“ Scheiderbauer präsentiert aktuell seine Ausstellung „Kreissaal – Immun – Kommun – Opportun“ im Magazin 4 in Bregenz.

Ein großer Kreis mit bequemen Sofas und Sesseln ist dort eingerichtet – ein Kreissaal. Er „stellt eine Art gemütliches Parlament dar und ist die demokratischste Struktur, die es gibt“, sagt der Künstler. „Rund 40 Personen können sich am Kreis beteiligen – mit exakt derselben Bedeutung und Wichtigkeit.“

Das Wahlpflichtfach Kulturmanagement besuchte „tOmi“ Scheiderbauer in Bregenz und diskutierte mit ihm, wie ein „Ethosbudget“, wie „schönes Geld“ verdient und wofür dieses Geld dann ausgegeben werden sollte.

„Die Offen- und Gelassenheit gefiel mir sehr gut. Man fühlte sich akzeptiert und nicht verurteilt, man konnte seine Meinung frei äußern.“
Anna Frick

„Mir persönlich gefällt die Idee des ‚Kreissaales‘ sehr gut, da jeder, unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht etc. gleichberechtigt ist und das Recht hat, seine eigene Meinung hervorzubringen. Ich finde, es sollte mehr von solchen Veranstaltungen geben.“
Luca Längle

„Ohne das Engagement von interessierten Leuten, die neue Ideen haben und Denkanstöße setzen, wird in der Politik beim Thema Kultur nichts vorangebracht werden. Das aktive Vormachen ist ausschlaggebend.“
Barbara Pieles

„Kinderprojekte fördern: Man sollte Museen erweitern/eröffnen, die mehr Projekte für Kinder bieten, um sie kulturellen/komplizierten Themen näherzubringen. Z. B. Museen, in denen sie Experimente machen können oder sich verkleiden, eigene Ideen zu einem Thema umsetzen und und und. Das Angebot für Kinder ist sehr gering, wo doch eigentlich das Lernen im Kindesalter stattfindet. Man wird nicht als Rassist oder Mobber geboren. So sollten Kinder schon früh im öffentlichen Raum (durch Museen) lernen, dass jeder Mensch gleichberechtigt ist und sie die Möglichkeit haben, z. B. Religion etc. zu ändern.“
Sarah Grinschgl

„Flüchtlinge zu integrieren und ihre Talente zu fördern, sollte für unsere Politik genauso wichtig sein wie zum Beispiel der Umweltschutz. Leider ist das Geld für Projekte, welche Flüchtlinge unterstützen, nicht ausreichend. Die vom ‚Kreissaal‘ hervorgehende Idee, eine Stiftung zu gründen, welche Projekte finanziell unterstützt, wäre eine hervorragende Lösung für dieses und andere Probleme. Noch dazu gefiel mir die Atmosphäre im Kreissaal sehr gut. Man konnte seine Meinung frei kundgeben, ohne von anderen Personen missachtet zu werden.“
Emilia Kirisits

„Stiftung für Kulturprojekte: Meiner Meinung nach wäre das sehr wichtig, da man damit z. B. Flüchtlingen bei der Integration helfen könnte, indem man vielleicht einen Raum zur Verfügung stellt, in dem sie ihr Wohnzimmer nachstellen könne, um wieder das Gefühl zu haben, zuhause zu sein, oder in dem sie Bräuche und Traditionen auch anderen zeigen und auch selbst ‚praktizieren‘ können.
Man könnte das Geld aber auch für mehr Festivals und Konzerte von internationalen Künstlern nehmen, da es in Vorarlberg für Junge kaum Kulturprogramm gibt. Somit würden wahrscheinlich wieder mehr junge Menschen nach Vorarlberg (zurück-)ziehen.
Generell wäre meine Idee auch, dass man dafür sorgt, dass der Bodenverbrauch nicht weiter steigt. Außerdem würde ich mir auch wünschen, dass man auch in 10 bis 20 Jahren noch ein Haus bauen oder auch ohne einen Akademiker-Job allein in einer Wohnung leben kann.
Also hautsächlich geht es mir um Umweltschutz und leistbares Wohnen.“
Sarah Greiner

„In der Bildung sollte mit verschiedenen Methoden, um Wissen an Schüler zu vermitteln, experimentiert werden. ‚Schönes Geld‘ sollt auch in die Medizin fließen, um für Krankheiten, die auch heute noch ein Todesurteil sein können, endlich eine Heilung zu finden. Außerdem sollte auch in Klimaforschung und Umweltschutz investiert werden, damit auch für diese Probleme Lösungen gefunden werden.“
Franka Schmid

https://kreissaal.jetzt/programmtagebuch/

Wahlpflichtfach Kulturmanagement: Anna Frick, Sarah Greiner, Sarah Grinschgl, Lea Milic, Barbara Pieles, Franka Schmid, Leonie Wachter, Emilia Kirisits, Luca Längle und Sabine Benzer