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24.09.2019 15:00 Alter: 26 days

Wie wäre es ohne EU?

Europaklasse stellt Fragen, recherchiert Antworten und kreiert Bilder


Europa ist nahezu täglich in den Schlagzeilen und unser Europa-Bild entsprechend von den vielfältigen Informationen der Medien geprägt und zunehmend diffus. Wie kann man dieses Bild schärfen? Ganz klar! Für Autorin Susan Schädlich und Illustratorin Gesine Grotrian geht das, indem sie gemeinsam mit Jugendlichen Europa anfragen. Für ihr einzigartiges Jugendbuch ‚Fragen an Europa‘ sind sie gemeinsam mit Schüler_innen auf die Suche nach den Fragen gegangen, die Jugendliche derzeit an Europa stellen, haben Antworten recherchiert und die Ergebnisse über eindrückliche Grafiken visualisiert.

Mit der Europaklasse am Gymnasium Schillerstraße Feldkirch haben die beiden Expertinnen diesen spannenden Prozess noch einmal von vorn gestartet. Mit den Schüler_innen der Klasse 4b starteten sie in einen abwechslungsreichen Europa-Vormittag, an dem zunächst das Finden interessanter Fragen im Fokus stand. Nach kurzem Zögern war die Flut an Fragen kaum nicht mehr zu stoppen. Wie demokratisch ist die EU? Wie viel schläft der Europäer im Durchschnitt? Was ist die beliebteste Fernsehserie Europas? Wie viele Kinder haben in Europa keinen Zugang zur Bildung? Wie wäre es ohne EU?

Dieses Konvolut an Fragen wollte sortiert und in Kategorien strukturiert werden. Danach bildeten die Schüler_innen Kleingruppen und suchten sich aus der Vielfalt ihre Lieblingsfrage heraus. Diese wurde zunächst noch feingeschliffen, denn Journalistin Susan Schädlich machte klar, dass eine gute Antwort nur dann möglich ist, wenn ihr eine gute Frage vorausgeht. Um Informationen gezielt recherchieren und später als Antwort formulieren zu können, muss eine Frage so präzise wie möglich formuliert und jedes Wort genau geprüft werden.

Danach braucht es eine sorgsame Recherche, die verlässliche Daten zur Beantwortung der Fragestellung liefert. Längst ist das Internet der erste Reflex, wenn es um die Suche nach Informationen geht. Schnell sind sich alle Schüler_innen und Expertinnen jedoch einig, dass die Quelle dafür seriös sein muss, wie ‚Wikipedia‘ zum Beispiel. „Auf Wikipedia steht aber auch manchmal Müll“, gibt Verena zu bedenken. Dementsprechend sensibilisiert starten die Schüler_innen in der Bibliothek, am Computer und … machen sich auf den Weg. Um zu erfahren, wie sicher Feldkirch im Vergleich zu anderen europäischen Städten ist, statten zwei von ihnen nämlich der nahegelegenen Polizeistation kurzerhand einen Besuch ab. In den nächsten Stunden werden Fragen beantwortet, die sich damit beschäftigen, welche Bedeutung Nachhaltigkeit für die Mode in Europa hat, woran Europäer am häufigsten sterben, wie viel Essen jedes Jahr pro Kopf weggeschmissen oder wie viel Plastik in Europa produziert wird. Zum Abschluss des Workshops werden die neugewonnenen Erkenntnisse in Grafiken übersetzt, bei denen es nicht in erster Linie darum geht, dass sie schön aussehen, sondern dass sie das Wissen klar verständlich transportieren und vermitteln.

Wir danken Gesine Grotrian und Susan Schädlich für den spannenden Vormittag, den Schüler_innen für ihre nie enden wollende Neugier, BE-Lehrer Helmut Rauch dafür, dass er seinen Unterricht für die Fertigstellung der Infografiken öffnet und Klassenvorstand Philipp Wolf für seine wertvolle Unterstützung. Gefördert von Dornbirn plus!

Projektleitung: Sabine Benzer und Frauke Kühn

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