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06.03.2020 07:24 Alter: 32 days

Workshop mit Andreas Wassner über Wertigkeit und Glück im Leben


PRAXIS-Workshop im WPG „Soziales Lernen in Theorie und Praxis“, 18.12.2019 ...

Andreas Wassner kommt durch die Tür und schon als er beginnt zu reden, wissen alle, dass dieser Mann eine interessante Lebensgeschichte zu erzählen hat. Gebannt von seinen Erzählungen über seine Kindheit, in der er viel umgezogen war und es als Außenseiter nie leicht hatte, seine Jugend, in der er ganz allein schon mit 16 Jahren ein Jahr nach Amerika ging, um glücklich zu werden, und über sein Erwachsenenleben, in welchem er mit mehreren Burnouts und Depression sowie Multiple Sklerose zu kämpfen hatte, jedoch sein Glück gefunden hat, indem er das tut, was ihn glücklich macht.

Und auch eines der Themen in seinem Buch ist Glücklichsein, jedoch thematisiert er auch Dankbarkeit, das vermeintliche Gefangensein durch Regeln, woher man weiß, wie man das Richtige für sich persönlich, auch in beruflicher Hinsicht, machen kann, sowie den Konsum und die Träume. Er geht der Frage auf den Grund, wie aus lebhaften, fantasievollen Kindern oft so seltsame „große Leute“ werden, die gar nichts mehr verstehen.

Was hat mich beeindruckt?

Andreas Wassner ist durch so viele schwere Zeiten gegangen, in Löcher der Depression und des Burnouts gefallen und noch stärker wieder emporgestiegen, von anderen hinuntergezogen worden, da er der Außenseiter und der Neue war, und hat daraus das Beste gemacht und wurde noch stärker. Er zeigt uns, dass man aus schweren Zeiten stark herausgehen kann, sodass das weitere Leben einfacher wird, da man selbst stärker ist. Er ist ein so lebensfroher, freudiger Mensch, was mich sehr berührt hat, da er viel durchgemacht hat und die meisten Menschen aus diesen Situationen nicht freudig herausgehen würden.

Es ist atemberaubend, seine Geschichte zu hören und zu sehen, was man aus seinem Leben machen kann. Wie man es schaffen kann, es zum bestmöglichen Leben für einen selbst zu machen, indem man sich eine ganz einfache Frage stellt: „Bin ich glücklich?“ Wenn diese Frage mit ja beantwortet werden kann, ist alles gut, aber wenn sie verneint wird, muss man sich fragen: „Was macht mich unglücklich?“ – Eigenverantwortung tragen. Und muss dann die Situation, die einen unglücklich macht, ändern, auch wenn es bequemer wäre, sich nur darüber aufzuregen und nichts zu machen, aber dann lebt man auch kein wirklich glückliches Leben. Diese Ansichten von ihm haben mich zum Nachdenken über mein Leben gebracht und über das, was ich in meinem Leben machen möchte. Er hat mir die Augen noch weiter geöffnet und ich bin sehr beeindruckt und dankbar dafür.

Was nehme ich persönlich für mein Leben/Schule/Beruf mit?

Ich sollte immer das machen, was mich erfüllt, mir Freude bereitet und in dem ich erblühe. Ich sollte auf mich Acht geben, denn nur wenn ich glücklich und gesund bin, kann ich auch ein Leben leben, das ich gern lebe. „What doesn’t kill you makes you stronger.“ Also sollte ich mir im Gedächtnis behalten, dass mich jede Herausforderung im Leben stärkt und zu einer noch stärkeren Persönlichkeit macht. Ich sollte mir immer im Hinterkopf behalten, dass ich es so gut und ein tolles Leben habe, das es wert ist zu leben. Ich sollte alles in meinem Leben schätzen, was ich bekomme, auch wenn es nicht immer nur Gutes ist, denn schwere Zeiten machen einen stärker.

Chiara Lederle, 8c, WPG Soziales Lernen in Theorie und Praxis, Prof. Gau