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18.05.2021 17:53 Alter: 1 year

Messstation am GYS zur Erfassung der Feinstaubbelastung in Betrieb


Neben einer Wetterstation besitzt das GYS seit einigen Wochen auch eine Messstation zur Erfassung der Feinstaubbelastung. Als Teil eines internationalen Netzwerkes von aktuell ca. 15.000 Messstationen, die über die ganze Welt verteilt sind, trägt sie dazu bei, sich ein Bild sowohl von globalen Feinstaubströmungen als auch von lokalen Feinstaubbelastungen zu machen. So spiegelt sich der Transport von Saharasand nach Europa in den Messdaten ebenso wider wie die erhöhten Werte z. B. bei einer Inversionswetterlage im Rheintal.

Die Messstation am GYS ist in Eigenbau erstellt worden und verfügt über Sensoren für folgende Umweltparameter: PM2.5, PM10, Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte. PM steht dabei für „Particulate Matter“, was so viel wie „Partikelteilchen“ bzw. „Feinstaub“ bedeutet. PM2.5 bezeichnet Partikel mit einer Größe von 2,5 µm, PM10 entsprechend Partikel mit einer Größe von 10 µm. Zum Vergleich: Ein Haar hat einen Durchmesser von ca. 50 µm. Für beides gibt es Grenzwerte auf nationaler und internationaler Ebene.

Die Sensoren sind über ein Arduino-Board an das Internet angebunden, an das sie im 4-Minuten-Takt ihre Messdaten senden. Die Daten sind frei verfügbar und können über Smartphone oder PC abgerufen und grafisch dargestellt werden. Ein Link zu den Daten befindet sich z. B. auch auf unserer Homepage unter „Wetterstation / Feinstaubsensor“.

Nicht zuletzt durch die FridaysForFuture-Bewegung und aktuell durch die Ausstellung der JugendbotschafterInnen der Caritas zum Thema Sustainability Development Goals (SDG) an unserer Schule hat das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung erhalten. Die Messstation und die damit einhergehende Auseinandersetzung mit dem Thema Feinstaubbelastung stehen klar im Kontext von SDG. Sie lassen sich z. B. dem SDG3 „Gesundheit und Wohlergehen“ oder auch SDG13 „Massnahmen zum Klimaschutz“ zuordnen.

Der Bau von Messstationen war als Teil des diesjährigen NAWICALs geplant gewesen. Durch Corona hat sich dieses geändert. Gemäß dem Motto des NAWICALS, „Natur-Wissenschaftlich Creatives Arbeiten und Lernen“ zu fördern, kann jeder, der selbst gerne eine Messstation für Zuhause bauen und in Betrieb nehmen möchte, einen kompletten Bausatz von Prof. Brüser beziehen, inkl. Elektronik, Gehäuse, Anleitung für den Zusammenbau, Anbindung ans Internet sowie weitergehenden Informationen zum Thema. Es besteht zudem die Möglichkeit, eine kompakte Aufnahme der Elektronik im 3D-Druck an unserer Schule zu erstellen.

Winfried Brüser